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Salmonellen

Lebensmittelhygiene im Betrieb

Bedrohungen durch unsichere Lebensmittel

 

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Salmonellen

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien. Sie lösen beim Menschen Infektion

- so genannte Salmonellosen- aus, die von einer einfachen Darminfektion bis zu schweren Typhuserkrankungen reichen. Zu den Symptomen einer Infektion zählen Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwächegefühl und Fieber.

For allem bei Säuglingen, Schwangeren, kranken und alten Menschen können Salmonellen sehr schwer verlaufen. Nach Schätzung des Robert Koch Instituts gibt es in Deutschland pro Jahr 70 bis 120 Todesfälle in Zusammenhang mit Salmonellen.

Salmonellosen gehören zu den meldepflichtigen Krankheiten. Zu den häufigsten Infektionsquellen zählen rohes Fleisch, insbesondere Geflügel und Wild, sowie Eier, Fische, Krusten-, Schalen- und Weichtiere. Idealer Nährboden, auf dem sie sich vor allem bei sommerlichen Temperaturen rasant vermehren können, ist für Salmonellen das Auftauwassser von zuvor tiefgefrorenen Nahrungsmitteln.

(Stuttgarter Zeitung, vom 21.05.2007)

 

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Lebensmittelhygiene im Betrieb

 

Wichtige Hygienemaßnahmen

Die neue europäische Verfügung bezüglich Lebensmittelhygiene - 852/2004 - ist seit dem 01.01.2006 gültig.   

Es fordert das Unternehmer die in der Lebensmittelbranche tätig sind die folgenden Voraussetzungen gewährleisten:

- Personal das mit Lebensmitteln in Berührung kommt muss in Bezug auf Lebensmittelhygiene geschult worden sein

- Das Personal ist verantwortlich für die Entwicklung und die Anwendung von Verfahren, die sich auf den Artikel 5 Paragraph 1 der aktuellen Verfügung  beziehen.

- Das Unternehmen ist für die Realisation der Maßnahmen verantwortlich, die dazu beitragen sollen, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern.

 

Verseuchte Nahrungsmittel können zu Lebensmittel Skandalen, Krankheiten oder sogar Tod führen und somit zur Rufschädigung oder sogar dem Ruin des Unternehmens.

Hygienisches Arbeiten beim Umgang mit Nahrungsmitteln ist die wichtigste Voraussetzung für sichere und genießbare Lebensmittel.

Die Anwendung des HACCP Prozesses bedeutet:  

Hazard – Gefahr/Risiko

Analysis - Analyse

Critical - Kritischer

Control Point –Kontroll Punkt

Die Analyse aller möglichen Gefahren und die Elimination oder Reduzierung von Schadstoffen auf jeder Produktionsebene.

Biologische Schädlinge wie Bakterien, Hefen, Schimmelpilze und Viren können durch Sterilisation oder Pasteurisation entfernt werden. Fremdkörper wie zum Beispiel Sand, Steinchen, Glassplitter oder Metallstückchen können durch Röntgen entdeckt werden und durch Filtern entfernt werden. Rückstände von Desinfektionsmitteln und Pestiziden können durch chemische Kontrollen aufgespürt werden.

Es ist wichtig die Produkte auf den verschiedenen Produktionsstufen zu kontrollieren, da Korrekturmaßnahmen dann rechtzeitig eingeleitet werden können.  

Mikroben können mit dem bloßen Auge nicht erkannt werden, Sie vermehren sich sehr schnell und können in den verschiedensten Verhältnissen überleben, sogar im Kühlschrank oder der Gefriertruhe zum Beispiel!

Keime können sich sowohl in Nahrungsmitteln (Eier, Fleisch und Milchprodukte…) auf Gegenständen (Arbeitsflächen, Besteck…) als auch an Menschen (Hände, Haare…) befinden.

Eine Belastung mit Mikroorganismen kann durch Maßnahmen wie gründliche Reinigung und Desinfektion, Kühlung, Schutz vor Feuchtigkeit, Säuerung und Vakuum Verpackungen vermieden werden. Eine gründliche Reinigung von grobem, sichtbarem Schmutz ist eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln; diese sind nur dann effektiv wenn kein Dreck, Staub oder Reste von Fett vorhanden sind. Eine Sachgemäße Handhabung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln beachten, z.B. die Einwirkzeit, das Material des zu reinigenden Objektes und die Dosierung. Zu den häufigsten Gründen für die Vernachlässigung von Hygiene gehören: Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Routine, Zeitdruck, Mangel an Reinigungsmaterial, und Unwissenheit. Vermeidbare Verunreinigungen und Fehler bezüglich mangelnder Kühlung sind die häufigsten Ursachen für Nahrungsmittelvergiftungen. Indirekte Verunreinigungen durch die Lagerung und den Transport müssen ebenfalls bedacht werden

Das Risiko an einer Infektion zu erkranken hängt von der Anzahl der vorhandenen Keime ab. Der Verlauf der Krankheit ist je nach Abwehr des Immunsystems harmlos bis hin zu tödlich. Besonders gefährdet sind junge Kinder, kranke und ältere Menschen.

 

 

Strenge Hygiene

Ein Nürnberger Bratwursthersteller betreibt ein Werk der absoluten Hygiene-Spitzenklasse. So sorgen beispielsweise Spezialrampen bei der Fleischanlieferung dafür, dass die LKW-Türen vor dem Öffnen mit aufblasbaren Luftkissen umschlossen werden damit beim Ausladen weder Straßenstaub noch Mikroorganismen ins Gebäude gelangen. Das Werk nimmt mit seinen modernen Maschinen und Anlagen sowie einem bis ins kleinste Detail durchdachte Hygienekonzept eine europäische Spitzenposition ein. In der Verpackungsabteilung, dem hygienisch empfindlichsten Teil jeder Wurstfabrik, herrschen 7°C und damit deutlich weniger als in der EU vorgeschrieben. Darüber hinaus gibt es in diesem sensiblen Raum auch eine High-Risk-Trennung; so sorgt z.B. ein leichter Überdruck im Raum dafür, dass weder an den Schleusen der Förderbänder noch durch geöffnete Türen Außenluft eindringen kann. Jeder Mitarbeiter besitzt einen persönlichen Chip, ohne den er die Tür zu seiner Abteilung nicht öffnen kann. Ein elektronisches System registriert das Anlegen der Hygienebekleidung und die Desinfektion der Hände sowie das Tragen von Schutzhandschuhen. Diese spezielle Personal-Wegführung sorgt dafür, dass kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz erreichen kann ohne alle Hygienevorschriften einzuhalten. Eine sehr genaue hygienische Arbeitsweise spielt auch bei der Mindesthaltbarkeit der Bratwürste eine große Rolle. Die Luft- und Oberflächenentkeimung ist dabei entscheidender Faktor und wird durch Air Solution gesichert. Die Entkeimung bei der Vereinzelung ist ein weiterer problematischer Bereich, da hier eine Kreuzkontamination stattfinden könnte. Deshalb wird mit der Entkeimung gezielt in diesen Prozessabschnitt gegangen, so dass die Würstchen anschließend mikrobiologisch stabil in die Verpackung gelangen. Mit diesem punktuell genauen Einsatz der Entkeimung wurde eine sehr wirtschaftliche Lösung gefunden, denn durch die Aufstellung der Entkeimungsanlage wurde der Hygienestatus der Abfüllmaschinen um etwa die Hälfte verbessert und die Kundenreklamationen wurde auf beinahe Null reduziert.     

Quelle: Lebensmittel Technik 12/05

 

 

Betriebsumfeldanalyse – Langfristig absichernde Planungsgrundlage

 

Ein weiteres Unternehmen der Air Solution Gruppe ist die Bremer Just in Air GmbH.

Diese bietet der Lebensmittelindustrie eine detaillierte hygieneklimatische Beratung an

– und zwar sowohl für bestehende als auch für neu zu errichtende Betriebsstätten. Vom

Eingang der Rohstoffe über die Produktion und Verpackung bis hin zur Lagerung der

Fertigware werden die räumlichen und anlagentechnischen Voraussetzungen von

versierten Fachleuten unter die Lupe genommen, um sinnvolle und langfristig absichernde

Ansatzpunkte für Verbesserungsvorschläge zu finden. Im Rahmen einer hygieneklimatischen Betriebsumfeldanalyse werden Keimgehalte der Luft und relevanter Oberflächen bestimmt, Luftströmungsverhältnisse, Luftfeuchte und –temperatur erfasst und aufgezeigt sowie raumlufttechnische Anlagen und Zu-Luftsysteme untersucht und bewertet. Daraus resultierend

werden Maßnahmen zur Optimierung des Luftmanagements abgeleitet und mit den

Verantwortlichen im Betrieb abgestimmt und umgesetzt.

Quelle: Lebensmittel Technik 12/05

 

 

Effiziente Bodenreinigung spart Zeit und Geld

 

Keime und Verschmutzungen werden vor allem über die Böden in alle Betriebsbereiche verschleppt  und  können somit ein großes Lebensmittelhygieneproblem darstellen. Eine sehr bekannte Firma - die weltweite Nummer Eins für Milchfrischprodukte - hält sich daher nicht nur an die gängigen Sicherheits- und Hygienestandards, sondern übertrifft diese in seiner täglichen Praxis bei weitem. Das Werk ist nach dem American Industry Bakery Audit zertifiziert. Innovative Reinigungsgeräte wie das System Variotech 82 von Hefter Cleantech Prien, bewältigt die komplexen Anforderungen an eine gründliche Reinigung. Das System ist leicht anzuwenden und mit nur wenigen Handgriffen umzubauen, so dass keine wertvoll Zeit durch Schulungen verloren geht. Das System ist sehr wirtschaftlich und von bester Qualität urteilte der Betriebsstellenleiter. Darüber hinaus gibt es bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit Unterstützung durch den Kundendienst.

Quelle: Lebensmittel Technik 12/05

 

Lebensmittelsicherheit

 

Es ist wahrscheinlicher, dass große Unternehmen betriebseigene HACCP und QM-ISO Systeme haben als kleine. Ähnlich ist es mit der Erfüllung von Anweisungen was die Hygieneschulung des Personals angeht.

 

Umfragen (*) zeigten, dass es eine große Nachfrage nach Schulungen von vielen europäischen KMUs gibt. 

Fachschulungen bezüglich Nahrungsmittelsicherheit/Hygiene waren die klare Nummer Eins. Von gemeinsamen Interesse wäre die Produktion einer „ routinierten mikrobiologischen Bedienungsmöglichkeit" mit erwiesenermaßen leicht anzuwendenden und  schnellen Techniken.

Im Moment arbeiten wir gerade daran, eine solche Möglichkeit für KMUs zur Verfügung zu stellen.

 

(*) Quelle: KMU Meinung bezüglich Nahrungsmittel RTD, Meinungsumfrage von KMUs aus dem  Nahrungsmittelsektor in 17 europäischen Ländern, die im Jahr 200o von der europäischen Kommission erhoben wurde.  

 

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Bedrohungen durch unsichere Lebensmittel

Listerienverbreitung weltweit

 

Listerienverbreitung

Listerien

Listerien, benannt nach dem Britischen Chirurg Joseph Lister, sind weit verbreitete pathogene Keime, die sehr widerstandsfähig sind.

Sie überleben Tiefgefrieren und vermehren sich selbst bei 0°C. Listerien kommen vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Rohwurst, Rohmilch und Fisch vor, aber auch in Gemüse – insbesondere in geschnittenen Fertigsalaten.

Zu einem Infektionsausbruch, einer so genannten Listerose, kommt es allerdings nur selten, da die Anzahl der Bakterien meistens zu gering ist. Gefährdet sind jedoch folgende Risiko Gruppen: Schwangere, Immungeschwächte, Neugeborene und ältere Menschen.

Zu den Symptomen einer Infektion gehören Fieber und Durchfälle es kann aber auch zu einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung kommen. Solche schweren Fälle werden mit Antibiotika behandelt und können meist geheilt werden, es gibt aber auch immer wieder Todesfälle aufgrund von Listerose.

Spezielle Hygienemaßnahmen sind natürlich bei der Produktion in den Lebensmittelbetrieben zu beachten. Die Nahrungsmittelindustrie hat die Pflicht  Produkte mit überhaupt keinen oder möglichst geringen Mengen von Erregern zu produzieren.

Hier setzt unser multidisziplinäres  5-jähriges EU Projekt an. 44 Teams aus 16 Ländern arbeiten an einer ganzheitlichen, multidisziplinären Lösung. Neue oder bereits bestehende Erreger werden (beginnend beim Futtermittel für die Tiere bis hin zum verzehrfähigen Endprodukt) durch die gesamte Nahrungskette hindurch erforscht, um einerseits die Entstehung und Verbreitung zu verhindern und andererseits die vorhandenen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Weitere Informationen gibt es unter www.pathogencombat.com

Aber auch für den Verbraucher ist es wichtig die Vermehrung von Listerien zu verhindern und somit das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. So ist zum Beispiel darauf zu achten, Fleisch und Fisch immer vollständig durchzugaren und auch beim aufwärmen vom Speisen sollte auf eine Temperatur von mindestens 70°C geachtet werden. Rohe Lebensmittel unbedingt von gekochten trennen um eine Übertragung zu vermeiden. Bei pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Kräutern genügt gründliches waschen, da Listerien dort nur auf der Oberfläche vorkommen.

 

    

Der BSE Wahnsinn

Seit der BSE Krise bekommen Schädel, Hirn, Augen und Rückenmark eines ein Jahr alten Rindes den amtlichen Status: Spezifiziertes Risikomaterial (SRM). Beim Schlachter muss dann dieses Risikomaterial abgetrennt, farblich markiert und verbrannt werden. Solche Tests und Entsorgungsmethoden bedeuten natürlich eine hohe finanzielle Belastung. Selbst bei Bio Rindern gelten diese Vorsichtsmaßnahmen in der deutschen Null-Risiko-Gesellschaft auch wenn bei dem BSE-Test gar keine Erreger gefunden wurden. Deutsche Politiker wollen trotz neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse diese überstrengen BSE-Vorschriften nicht lockern und dass obwohl hier bislang noch kein Mensch durch eine Infektion mit dem BSE-Erreger gestorben ist. Selbst in Großbritannien, wo über eine Million BSE-Rinder konsumiert wurden, gab es in zehn Jahren lediglich 153 Todesfälle durch diese neue Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Große Wirkung zeigte das EU-weite Verfütterungsverbot von belastetem Tiermehl: Die Zahl infizierter Rinder sinkt weiter drastisch. So stellt sich nun die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Kosten: Rund 1,6 Milliarden Euro wurden zwischen 2001 und 2004 für BSE-Tests an scheinbar gesunden Rindern ausgegeben. Wegen der enormen öffentlichen Aufregung aber, schien es taktisch klüger das Verbrauchervertrauen durch demonstrativ strikte Kontrollen zu stärken als 25 Millionen Euro für sinnlose Tests einzusparen. Da aber viele preisbewusste Fleischkonsumenten ohnehin Ware aus den Nachbarländern kaufen, gibt es die Forderung, die Altersgrenze für BSE-Tests von dem zur Zeit deutschen Standart (24 Monate) auf das immer noch sehr vorsichtige EU-Niveau (30 Monate) anzuheben. Das wäre sinnvoll, denn im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der BSE-Fälle in Deutschland halbiert: 2004 wurden 65 BSE-Fälle registriert, 2005 nur noch 32. 

Quelle: Die Zeit 02.02.06 – Zusammenfassung Irrsinn BSE, Autor: Hans Schuh

 

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Susanne Braun, - last update:19 November 2008

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